YouTube

1. Warum engagiert sich YouTube gegen Nazis im Internet?

YouTube ist eine Videoplattform, die täglich von Hunderten Millionen von Internetnutzern zur Kommunikation und Information genutzt wird. Leider kann bei YouTube ebensowenig wie bei anderen Internet-Plattformen oder Online-Kommunikationswegen nicht ausgeschlossen werden, dass einige wenige die Plattform missbrauchen wollen und problematische oder unzulässige Inhalte einstellen. YouTube ist sich seiner Verantwortung in Bezug auf das Entfernen illegaler Inhalte auf seiner Plattform und seiner sozialen Verantwortung als weltweit größte Videoplattform bewusst. Neben dem sofortigen Entfernen von rechtsextremistischen und illegalen Inhalten nach Kenntnisnahme auf seiner Videoplattform, engagiert sich YouTube in verschiedenen Formen aktiv gegen Rassismus und Rechtsextremismus.

2. Was tut YouTube konkret, um Rechtsextremen den Spaß in ihrer Community zu verderben?

Da permanent eine extrem große Menge an Inhalten auf YouTube eingestellt wird - pro Minute werden mittlerweile weltweit 24 Stunden Videomaterial hochgeladen -, ist eine Vorabprüfung der hochgeladenen Videos ausgeschlossen. Sobald YouTube aber von einem Inhalt Kenntnis erlangt, der gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen könnte, wird dieser unverzüglich von geschulten Mitarbeitern geprüft und gegebenenfalls entfernt. Eine einmal entfernte Videodatei kann nicht wieder auf YouTube hochgeladen werden, selbst wenn sie umbenannt wird. Dies verhindert eine eigens dafür eingesetzte spezielle Videoerkennungssoftware.

Automatische Filter eignen sich leider nur bedingt, um illegale oder unerwünschte Inhalte von einer Videoplattform fernzuhalten. Manche Nutzer nehmen sich zum Beispiel gesellschaftlicher Themen an, indem sie auf YouTube auch Bilder oder Schlagworte (so genannte "tags") umstrittener oder illegaler Inhalte wählen, um über gesellschaftliche Missstände aufmerksam zu machen. Diese tags oder Bilder könnte ein maschineller Filter zwar erkennen, würde ihn aber ohne den Kontext nicht von einem unzulässigen Video unterscheiden können. Ein aufklärendes Video einer Kampagne gegen Rechtsextremismus, das zum Beispiel einen "tag" aus der Neonaziszene trägt, oder eine Dokumentation über das Dritte Reich könnten so fälschlicherweise gesperrt werden. Dieser Umstand macht eine Prüfung durch einen geschulten Mitarbeiter notwendig, der den Kontext eines Videos bei der Beurteilung mit einbeziehen muss. YouTube arbeitet aber an verschiedenen weiterführenden Technologien und entwickelt seine bestehenden Software-Tools ständig weiter.

Um die Nutzer unserer Videoplattform über die Gefahren durch rechtsextremistische Propaganda im Internet zu sensibilisieren, arbeiten wir eng mit verschiedenen Institutionen, Kampagnen und Initiativen zusammen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit stellt YouTube diesen Organisationen unter anderem kostenfreie Premiumkanäle zur Verfügung und zeigt ihre Videos rotierend auf der YouTube-Startseite. Zusätzlich wurde mit "361 Grad Toleranz" im letzten Jahr ein gemeinsames Projekt mit diesen Partnern gestartet, das den wachsenden Rassismus an deutschen Schulen adressiert und die Medienkompetenz unter Schülerinnen und Schülern stärken sollte. Diese Aktion wird mit "361 Grad Respekt" unter www.youtube.de/361grad dieses Jahr weitergeführt und ihre Reichweite noch ausgebaut. Weitere Projekte in dieser Richtung werden folgen.

3. Was können die UserInnen tun, wenn sie auf ein rechtsextremes Profil oder Posting stoßen?

Wenn Nutzer unangemessenes, jugendgefährdendes oder verbotenes Material auf YouTube finden, können sie dieses mit wenigen Klicks als solches melden. Dazu findet sich unter jedem Video ein Melde-Button und es reicht bereits eine einzige Markierung ("Flagging") durch einen Nutzer oder eine kurze Email an YouTube. Eine einmal entfernte Videodatei kann nicht wieder auf YouTube hochgeladen werden, selbst wenn sie umbenannt wird. Dies verhindert eine eigens dafür eingesetzte spezielle Videoerkennungssoftware.

Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" auf YouTube:

| www.youtube.com/user/NetzwerkegegenNazis