VZ-Netzwerke

1. Warum engagieren sich die VZ-Netzwerke gegen Nazis im Internet?

Wir - die gesamten VZ-Netzwerke - stehen für Vielfalt und Offenheit. Für uns ist es deshalb selbstverständlich, Rechtsextremismus und Rassismus keinen Raum zu lassen. Als soziales Netzwerk sind wir Abbild der Gesellschaft und übernehmen Verantwortung. Unsere Position ist in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) und im "Verhaltenskodex" fest verankert: keine rassistischen, diskriminierenden oder extremistischen Inhalte.

Wir arbeiten seit Jahren aktiv mit starken Partnern wie Netz-gegen-Nazis und anderen gemeinsam daran, gegen rechts vorzugehen.

2. Was tun die VZ-Netzwerke konkret, um Rechtsextremen den Spaß in ihrer Community zu verderben?

Im Customer Care, unserer Abteilung für Nutzerbetreuung, werden alle Anfragen unserer Nutzer bearbeitet. Darunter auch Meldungen von Verstößen gegen den Verhaltenskodex. Alle unsere Mitarbeiter werden ausführlich geschult, so auch zum Thema Rechtsextremismus. Besonders kritische Fälle werden von einem Spezialteam bearbeitet. Wir setzen uns intensiv mit der rechten Szene auseinander, beobachten und verinnerlichen Codes, Parolen, Symbole, Bands und Protagonisten der rechten Szene, um diese erkennen und Maßnahmen ergreifen zu können.

Im schülerVZ bieten wir mehrere Gruppen an, in denen wir aufklären und mit unseren Nutzern diskutieren. Zusätzlich wollen wir auf diesem Wege unsere Nutzer sensibilisieren – thematisieren beispielsweise aktuelle politische Themen und Strategien gegen Rechts im Web 2.0. Nutzer können so kritische Inhalte schneller erkennen und uns gegebenenfalls kontaktieren.

Im Superwahljahr 2009 gaben wir den Nutzern mit Hilfe unserer "Wahlzentrale" die Möglichkeit, selbst aktiv im großen Rahmen oder sogar mit führenden Politikern zu diskutieren und sich politisch zu bilden. Rechtsextreme Parteien wurden damals bewusst ausgeklammert. Durch diese klare Positionierung des Unternehmens haben unsere Nutzer keine Scheu, Rassismus, Antisemitismus und rechtsextreme Umtriebe zu melden, wenn sie darauf stoßen.

3. Was können die NutzerInnen tun, wenn sie auf ein rechtsextremes Profil oder Posting stoßen?

Jeder Nutzer kann uns dabei helfen, Rechtsextremismus im Netz zu bekämpfen. Wer in den VZ-Netzwerken auf rassistische Inhalte stößt, kann uns jederzeit informieren – und wir kümmern uns darum. In jedem Profil befindet sich unter dem jeweiligen Profilbild der Link "XY melden/ignorieren", unter dem Gruppenbild jeder Gruppe sitzt der Link "Gruppe melden" und über jedem einzelnen Foto prangt rechts oben der Button "Foto melden". Auch über rechtsextremistische Pinnwand-, Gruppen- oder Buschfunkeinträge kann uns jeder Nutzer informieren – über das Ausrufezeichen neben dem entsprechenden Beitrag.

Wir kümmern uns um jede einzelne Meldung, löschen die rechten Inhalte und verwarnen oder entfernen die Verursacher aus unserem Netzwerk. In schweren Fällen informieren wir auch die Strafverfolgungsbehörden. Selbstverständlich erfährt der gemeldete Nutzer nicht, wer ihn gemeldet hat. Man bleibt also absolut anonym.

Viele unserer Nutzer erkennen "Alltagsrassismus", homophobe Inhalte oder andere alltägliche kritische Äußerungen und argumentieren selbst aktiv dagegen. Genau das zeichnet uns und unsere Nutzer als Netzwerk aus.

Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" auf SchülerVZ:

| www.schuelervz.net

Die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" auf StudiVZ:

| www.studivz.net

| Die Aktionswoche im Blog auf StudiVZ