Nazis in Sozialen Netzwerken: Warum machen die das?

• Rechtsextreme Inhalte können in unverfänglichem Umfeld präsentiert werden.

• Die Reichweite erhöht sich, weil sie nicht nur innerhalb, sondern auch jenseits des eigenen Milieus verbreitet werden.

• Präsenz im Web 2.0 folgt der Wortergreifungsstrategie: Themen setzen, Diskussionen in eine gewünschte Richtung lenken, Dominanz erringen.

• Sie haben das Gefühl, im Internet endlich Meinung bilden zu können, wie es ihnen im wirklichen Leben - wegen mangelnder Rhetorik oder gesellschaftlicher Akzeptanz - niemals möglich wäre.

• Sie versuchen, rechtsextreme Ideologie-Versatzstücke dort zu platzieren, wo Politik sonst keine Rolle spielt, und wollen damit politisch Raum gewinnen.

• Die Hemmschwelle der Kontaktaufnahme und der Interaktion sinkt erheblich, wenn Menschen scheinbare Gemeinsamkeiten sehen (z.B. Musikgeschmack, Kinderfreundlichkeit o.ä.).

• Wo rechtsextreme Inhalte lebensweltlich im Kontext von Freizeit und Hobby präsentiert werden, erscheinen sie als scheinbar legitime private Vorliebe.

• Strategisch dient das dem Aufbau von Kontakten und Netzwerken auch in Zusammenhängen, die für die NPD in direkter politischer Kommunikation nicht erreichbar sind.

• Die eigene Weltanschauung wird zelebriert (rechtsextreme Erlebniswelt).

• Im Internet können sie in der scheinbaren Anonymität Fanatismus ungehemmt(er) ausleben (als im wirklichen Leben).

• Sie können gerade Jugendliche ohne Umwege mit ihrer Propaganda ansprechen, z.B. rechtsextreme Musik entsprechend streuen.

Weiter:
| Warum ist das ein Problem?



Was tun?
| Was Sie persönlich tun können.
Was die an der Kampagne beteiligten Sozialen Netzwerke tun, erfahren Sie, wenn Sie auf die Logos in der linken Seitenspalte klicken.

Autorin: Simone Rafael, www.netz-gegen-nazis.de