Die Sozialen Netzwerke setzen ein Zeichen:

  • • Wir wollen Neonazis keine Plattform bieten!
  • • Für demokratisches Miteinander.
  • • Gegen Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Verschwörungstheorien.
  • • Die Meinungsfreiheit, die Nazis meinen:
  • • Volksverhetzung und Holocaustleugnung.
  • • Ungestört andere angreifen, beleidigen, herabwürdigen.
  • • Das nehmen wir nicht hin.
  • • Wir werden aktiv.
  • • Damit es im Web 2.0 keinen Raum für Diskriminierung gibt.

Warum?

Neonazis nutzen das Internet seit Anbeginn, um ihre menschenverachtenden Botschaften zu verbreiten. Seit es das Web 2.0 gibt, ist das nicht einmal mehr schwierig.

In Sozialen Netzwerken melden Neonazis sich mit rechtsextremen Nicknames an, stellen Videos von einschlägigen Szene-Bands ein, vernetzen sich in revisionistische Gruppen, stiften mit rassistischen Parolen in Chatforen Unfrieden oder bedrohen mit Pinnwand-Postings nicht-rechte Userinnen und User. Sie knüpfen untereinander Kontakte, stellen stolz ihre hasserfüllte Gesinnung zur Schau und brüsten sich mit dem Gefühl, eine "unterdrückte Minderheit" zu sein. Damit versuchen sie, Rassismus, Antisemitismus, Antiziganismus, Nationalismus oder Verschwörungstheorien normal und alltäglich erscheinen zu lassen. Und sie üben auch im Internet Gewalt gegen Menschen oder Gruppen aus – von Psychoterror in Internetforen bis zur Verabredung körperlicher Angriffe in der Realität. »

Wir möchten nicht, dass sie dies unwidersprochen tun können.
Hier kann die Internet-Community aktiv werden!

Was hilft: Sich einmischen. Internet-Unternehmen zeigen Courage, wenn sie Grenzen setzen und Hass und Diskriminierung in ihrem Einflussbereich nicht zulassen.

Userinnen und User können aufmerksam sein, in Diskussionen Opfer unterstützen, rassistischen und antisemitischen Argumentationen widersprechen, Websitebetreiber an ihre Verantwortung erinnern.
Wer die Freiheit im Internet schätzt, sollte sie aktiv verteidigen und sich dagegen wehren, dass sie von Rechtsextremen missbraucht wird – sonst überschwemmt der Missbrauch eines Tages diese Freiheit, die wir schätzen.

Soziale Netzwerke gegen Nazis

Die Sozialen Netzwerke, die sich an der Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" beteiligen, dulden keine rassistischen, antisemitischen, antiziganistischen, homophoben und diskriminierenden Äußerungen auf ihren Plattformen. Sie gehen gegen rechtsextreme Versuche vor, ihre Ideologie als scheinbare Normalität ins Internet zu stellen und die Netzwerke damit zu vereinnahmen. Sie haben Rechtsextremismus als Problem erkannt und sind auf der Seite der Userinnen uns User, die Diskriminierungen entgegen treten. Wie genau das die einzelnen beteiligten Netzwerke tun, und was Sie tun können, erfahren Sie, wenn sie links auf die Logos klicken.

Auch Sie sind gefragt!

Aber die Netzwerke brauchen Hilfe: Sie können die Mengen von Daten gar nicht kontrollieren, die täglich hochgeladen werden. Aber sie können schnellstmöglich auf die Hinweise aufmerksamer Nutzerinnen und Nutzer reagieren. Auf Ihre Hinweise.

Rechtsextreme, rassistische, antisemitische Postings zu melden und zu löschen sind ein erster Schritt, um zu zeigen, dass diese Ideologien unerwünscht sind und die Mehrheit der Internetuser die Achtung der Menschenrechte als Basis der Freiheit sieht, auf der sie sich Kommunikation wünschen. Erste Schritte sind wichtig. Davon ausgehend können wir gemeinsam weitere Formen entwickeln und diskutieren, wie wir Rechtsextremismus im Internet entgegentreten wollen.

Erste Anregungen gibt es hier »

Ein halbes Jahr nach der Aktionswoche: Breite Effekte

Im Oktober 2010 startete netz-gegen-nazis.de die Aktionswoche "Soziale Netzwerke gegen Nazis". Eine Woche lang sollte in den in Deutschland aktiven sozialen Netzwerken zum Thema Rechtsextremismus diskutiert, informiert und zum Engagement motiviert werden. Viele dieser Gruppen sind weiterhin aktiv - allen voran die bei Wer-kennt-wen.de: Sie hat jetzt über 400.000 Mitglieder. Und auch darüber hinaus hatte die Aktionswoche gute Effekte.

Soziale Netzwerke gegen Nazis – ein Fazit


So sah die Kampagne "Soziale Netzwerke gegen Nazis" in den beteiligten 57 sozialen Netzwerken aus.

Heute ist die Aktionswoche "Soziale Netzwerke gegen Nazis" zu Ende gegangen. 57 beteiligte soziale Netzkwerke, 345.300 Gruppenmitglieder und tausende begeisterter Zuschriften sowie hunderte hasserfüllter Zuschriften von rechtsaußen sprechen aber eine deutliche Sprache: Das Thema Neonazis und rechtsextreme Einstellungen im Web 2.0 bewegt viele und muss weiter bearbeitet werden.

Viel Beteiligung bei "Soziale Netzwerke gegen Nazis"

Unsere Aktionswoche "Soziale Netzwerke gegen Nazis" fand vom 11. Oktober 2010 bis zum 17. Oktober 2010 statt und stieß auf große Resonanz. Vielen Dank dafür! Hier finden Sie den Verlauf der Zustimmungs- und Nutzerzahlen.

Neonazis in Sozialen Netzwerken – was tun?

Wer möchte, dass das Internet ein freies Medium bleibt, aber sich auch der Einhaltung der Menschenrechte verpflichtet fühlt, muss dafür etwas tun. Allerdings sind wir im Internet sehr viele – wenn also viele mit verschiedenen Mitteln aktiv werden, kommt man gemeinsam schon voran.

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